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Aktuelles rund um Pellets
RE/MAX fordert verpflichtende Maklerausbildung - Regionaldirektor - Kunden und Makler profitieren gleichermaßen
„Immobilienmakler arbeiten mit dem teuersten Wirtschaftsgut ihrer Kunden“, erklärt Thomas Röthig, Regionaldirektor RE/MAX Bayern. „Ohne gründliche Ausbildung können sie dieser hohen Verantwortung nicht gerecht werden.“ Der Regionaldirektor fordert deshalb von der Politik, den Berufszugang für Immobilienmakler in Deutschland endlich verbindlich festzulegen.
Makeln bedeutet weit mehr, als nur ein Exposee zu erstellen und auf Interessenten zu warten. „Die Anforderungen an die Branche sind in den letzten Jahrzehnten gestiegen“, erklärt Günter Brittnacher, Leiter der Europäischen Immobilien Akademie in Saarbrücken, in der aktuellen Ausgabe des Magazins RE/MAXjournal, die diese Woche erscheint. Das hänge unter anderem mit den immer besser gebildeten Kunden zusammen, die immer kritischere Fragen stellten. „Vor dreißig Jahren hat es vielleicht noch gereicht, bei der Wertermittlung auf ein Haus in derselben Straße zu verweisen, das vor vier Wochen zum gleichen Preis verkauft wurde. Heute muss der Makler schon genau vorrechnen können, wie er auf den vorgeschlagenen Kaufpreis gekommen ist.“ Darüber hinaus gilt es, eine wahre Flut von Gesetzen und Vorschriften, die sich immer wieder ändern, im Blick zu behalten. „Wer sich hier nicht hundertprozentig auskennt, riskiert haftungsrechtliche Konsequenzen.“ Um seine Kunden optimal zu betreuen, sollte der Makler außerdem Ahnung von Finanzierung haben und auf dem Gebiet des Immobilienmarketings sein Handwerk verstehen.
Markt professionalisieren
Dave Liniger, der das internationale Makler-Franchiseunternehmen RE/MAX 1973 in den USA gründete, hat diese Notwendigkeit bereits damals erkannt. Er erhob die Ausbildung jedes Mitglieds zum Geschäftsprinzip, das bis heute in den weltweit rund 7.000 Büros des Unternehmens umgesetzt wird. „Bevor ein neuer Kollege in einem RE/MAX-Büro anfängt, muss er zumindest die Grundlagenausbildung absolvieren“, erklärt Thomas Röthig. Neben den RE/MAX-internen Schulungsprogrammen arbeitet das Unternehmen in Deutschland auch eng mit externen Anbietern wie den Industrie- und Handelskammern zusammen. So bietet etwa RE/MAX Bayern in Kooperation mit der IHK-Akademie Ostbayern seit Jahresbeginn eine dreistufige Ausbildung zum „Geprüften Immobilienfachwirt (IHK)“ an.
„Unser Ziel ist, den Markt zu professionalisieren und das Image des Immobilienmaklers in Deutschland generell zu verbessern“, so der Regionaldirektor. Deshalb stehen Programme, die in Zusammenarbeit mit RE/MAX entwickelt wurden, zum Teil auch Nicht-RE/MAX-Mitgliedern zur Verfügung.
Röthig appelliert an jeden Makler, die vorhandenen Ausbildungswege zu nutzen, auch wenn sie vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben sind. „Wir machen die Erfahrung, dass unter unseren bayernweit rund 230 RE/MAX-Maklern diejenigen am erfolgreichsten sind, die mehr als der Durchschnitt in ihre Ausbildung investieren.“
17.11.2008
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