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Innovative Immobilienvermarktung - Das Bieterverfahren braucht Masse und Klasse



Je erfolgreicher das Marketing, desto mehr Interessenten werden sich am Tag der Besichtigung einfinden, um entweder nur zu gucken, sich zu informieren oder, natürlich, um zu bieten. Darauf verweist der ImmoVerlag in seiner aktuellen Info-Broschüre zum Thema „privates Bieterverfahren“, die in Zusammenarbeit mit dem Autor Dieter Henning Grau entstanden ist, der als ausgewiesener Spezialist für das Bieterverfahren zeitgleich ein Marketing-Handbuch für dieses spezielle Vermarktungsverfahren veröffentlicht hat (bieterverfahren – das alternative marketinginstrument für die gewerbliche Immobilienvermarktung).

Grau schreibt in der Broschüre: »Es wäre vermessen anzunehmen, dass beim Bieterverfahren die Masse aller „Interessierten“ am Ende auch tatsächlich bieten würde, doch das sollen, das müssen sie auch gar nicht, denn bei diesem Verfahren erfüllen auch diejenigen, die sich entweder nur informieren wollen, die passiven Käufer oder die Schaulustigen, die Gucker, ihren Zweck, und zwar einen ganz wichtigen: Sie sorgen für eine künstliche Verknappung des Angebotes, weil die Bieter nicht einschätzen können, wer und wie viele Konkurrenten am Ende mitbieten werden.

Die „Klasse“, die aktiven Käufer – in diesem Fall die Bieter – sind somit gezwungen Gebote auf hohem Niveau abzugeben, wenn sie am Ende zum Zuge kommen und die Mitbewerber ausbieten wollen. So entstehen im Bieterverfahren echte Marktpreise und nicht selten Gebote weit über den Preisen, die über das traditionelle Angebot erzielt werden können – ganz einfach durch den psychologischen Effekt der künstlichen Verknappung.

Und dies geschieht in der Regel in einem Zeitrahmen unterhalb von drei Monaten, während sich bei der herkömmlichen Arbeitsweise kaum ein Verkaufsobjekt noch unter 6-9 Monaten dreht«.

Es geht beim Bieterverfahren also darum, drei Interessentengruppen während des Besichtigungstermins zusammen zu bringen und dafür zu sorgen, dass alle Beteiligten die ihnen zugedachte Rolle möglichst perfekt erfüllen:

- Die Gucker, die Schnäppchenjäger und die, die nichts Besseres vorhaben, sollen Masse produzieren. - Die passiven Käufer, die sich vorrangig über das aktuelle Marktangebot informieren wollen und am Ende allenfalls vereinzelt mitbieten werden, sollen Interesse und Neugier zeigen und somit das Angebot für die aktiven Käufer noch interessanter machen. - Die aktiven Käufer sollen den Konkurrenzdruck der übrigen Teilnehmer spüren und mithin zu Geboten auf hohem Niveau motiviert werden.

Vertraut man Grau und seiner Methodik und beobachtet die regelmäßigen Erfolgsmeldungen dieses Verfahren auch im Bereich von privaten Wohnimmobilien, dann verwundert es nicht, dass die Zahl der Interessenten für das private Bieterverfahren ständig zunimmt, obgleich die Bereitschaft der Maklerschaft zur Auftragsannahme und Durchführung dieses Vermarktungsverfahrens nach Recherchen des ImmoVerlag nach wie vor äußerst zurückhaltend ist - was im Hinblick auf die überdurchschnittlichen Vermarktungschancen unangemessen erscheint.


02.10.2008



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