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Nicht ohne meinen Energieberater - richtig modernisieren



Der Energieberater hilft.

(djd). Die Sparreserven im deutschen Haus- und Wohnungsbestand sind enorm. Um bis zu 80 Prozent könnte der Energieverbrauch vieler Altbauten nach Aussage der Deutschen Energie-Agentur (dena) bei konsequenter Sanierung auf Neubauniveau sinken.
Eine Umfrage unter Hauseigentümern des Institut für Bauforschung Hannover im Auftrag des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) aus 2008 weist in die gleiche Richtung: Fast drei Viertel der befragten Hauseigentümer schätzen die Energieeinsparpotenziale für ihr Gebäude als mittel (65,3 Prozent) bis hoch (8,6 Prozent) ein.

Nur wenige nutzen Energieberatung

Die Bereitschaft, für Energieeinsparung, Klimaschutz und Wertsteigerung des Hauses in die energetische Sanierung zu investieren, ist laut Studie ebenfalls hoch.
So haben viele Eigentümer in den vergangenen zehn Jahren Maßnahmen zur Verbesserung des energetischen Zustands durchgeführt. Doch der Anteil derer, die zuvor eine Energieberatung genutzt haben, war mit zwölf Prozent extrem niedrig. Peter Mauel, Vorsitzender des BSB, rät aber, in jedem Fall einen unabhängigen Berater hinzuzuziehen.
Vor Beginn der Bauarbeiten sei eine Gesamtanalyse wichtig, damit das Einsparziel nicht zur Lotterie werde.

Sparziele effektiv erreichen

So kann Fensteraustausch ohne weitere Dämmung der Gebäudehülle dazu führen, dass Wärme weiterhin in großem Umfang entweicht, während die dicht schließenden Fenster die Luftfeuchtigkeit erhöhen. An nicht gedämmten Wärmebrücken kann dies zu Kondenswasser bis hin zu Schimmelbildung führen.
Ein unabhängiger Berater nimmt die Planung der verschiedenen Gewerke genau unter die Lupe und berät den Bauherren, damit er von Handwerkern oder Bauunternehmen eine sinnvolle Planung mit mittelfristiger Kosten-Nutzen-Betrachtung erhält (Adressen unter www.bsb-ev.de). Bei der Beratung durch Handwerker besteht dagegen das Risiko, dass sie auf ihr Gewerk fixiert und nicht ganz frei von Eigeninteressen sind.
Hinweise zum richtigen Vorgehen gibt ein Modernisierungsratgeber, den es beim BSB im Internet unter www.bsb-ev.de gegen drei Euro Schutzgebühr plus Versand gibt.

Häufige "Sünden" bei der energetischen Modernisierung

Viele Hausbesitzer begehen den Fehler, zunächst eine neue Heizanlage einzubauen und die Verbesserung der Wärmedämmung für später einzuplanen. Sie laufen Gefahr, dass nach der Dämmung eine deutlich überdimensionierte Anlage im Keller steht.

Bleiben in einem gedämmten Haus Wärmebrücken unentdeckt, besteht die Gefahr von Wärmeverlusten, Feuchtigkeit durch Kondenswasser und Schimmelbildung.

Wird die gesamte Gebäudehülle extrem luftdicht gedämmt, ist auf richtiges Heizen und Lüften zu achten. Am besten funktioniert der automatische Luftaustausch mit Wärmerückgewinnung.
10.02.2009



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